Ein Interview mit meinen Jungs

Wow! Über das Blog, Facebook und E-Mail sind jede Menge tolle Fragen an Monroe und Maxim aus Café der Nacht für das fiktive Interview eingetrudelt. Mein Verleger hat 5 ausgesucht, die exklusiv im Katalog der LoveLetter Convention beantwortet werden. Da aber immer noch 10 Fragen übrig blieben, bekommt ihr diese jetzt schon zu lesen. Viel Spaß dabei! Es war wunderbar, meine Jungs mal wieder zu schreiben. Danke an alle, die mitgemacht haben!

* * * ACHTUNG! SPOILER! * * *

Ein Interview mit meinen Jungs

Leserfrage: Maxim, wie würdest du die Bedeutung, die das Café der Nacht für dein Leben hatte, in ein paar Sätzen beschreiben?

Maxim: Wenn ich versuche, mir mein Leben ohne das Café vorzustellen, kann ich das nicht. Es war wohl Schicksal, dass ich dort lande. Sonst wäre ich heute kein Theaterkritiker. Ich habe mich oft gefragt, was passiert wäre, wenn mir Florentine damals nicht begegnet wäre. Hätte ich in München keinen Job gefunden, wäre ich womöglich irgendwann reumütig zu meinem Vater zurückgekehrt – eine gruselige Vorstellung!

Leserfrage: Gibt es etwas, das du im Rückblick auf dein Leben bereust? Was würdest du definitiv anders machen, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

Maxim: Ich würde Monroe zeigen, was ich für ihn empfinde, egal, was dann passiert. Einerseits eine beängstigende Vorstellung. Hätte ich das damals getan und er hätte mich weggestoßen, wer weiß, wo wir heute wären. Andererseits hätte er mir vielleicht doch seine Gefühle gezeigt. Das hätte uns eine verdammt harte Zeit erspart. Du wirst lachen, so gut ich ihn kenne, ich habe keine Ahnung, was er getan hätte. Aber seine Unberechenbarkeit mag ich ja gerade. Mit ihm wird’s nie langweilig! (sieht Monroe an) Nun sag schon, wie hättest du reagiert?
Monroe: (belustigt) Woher soll ich das wissen, Max? Das ist zwanzig verdammte Jahre her!

Leserfrage: Monroe, was hast du gedacht, als du Maxim das erste Mal gesehen hast?

Monroe: Was ist das denn für ein Knirps? (grinst) Hübsch fand ich ihn auch, aber das brauchte er nicht zu wissen.

Leserfrage: Maxim, wenn du zwischen “Monroe”, “Vida” und “Augustin” als Lebenspartner wählen könntest, wie würdest du dich entscheiden?

Maxim: Ganz klar Augustin! Natürlich liebe ich den alten Monroe und werde es immer tun. Und dieser Monroe ist ja noch da. Aber ich liebe einfach die Ruhe, die Augustin ausstrahlt, dass er ganz mit sich im Reinen ist. Ich selbst bin noch nicht an diesem Punkt angelangt, aber mit ihm zusammen zu sein hilft mir, auf meinem Weg weiterzukommen. Jetzt greifen wir ineinander wie Puzzleteile. Ich freue mich so auf unser gemeinsames Leben!

Leserfrage: Monroe, hast du dir je überlegt, wie dein Leben aussähe, wenn du hässlich wärst?

Monroe: Echt jetzt? So einen Quatsch willst du wissen? Was habt ihr nur alle immer mit meinem Aussehen … (schüttelte ungläubig den Kopf) Na schön. Als Frankensteins Monster hätte Lola mich garantiert als kleines Kind abgegeben. So war sie eben. Ob das besser gewesen wäre? Vielleicht. Wäre ich dann ein anderer geworden? Mit Sicherheit. Im Grunde ist die Frage doch nicht so dämlich … Stoff zum Nachdenken.

Leserfrage: Maxim, warum hast du Vida in ihrem verwundbarsten Moment geküsst?

Maxim: Wahrscheinlich ist es passierte, gerade, weil sie da verwundbar war. Du musst dir vorstellen, dass Vida, genau wie Monroe, für mich etwas Unerreichbares hatte. In diesem Moment jedoch habe ich Monroe in ihr gesehen, und beide wurden eins für mich. Ich konnte sie nicht mehr trennen, und das hat mich überwältigt.

Leserfrage: Monroe, gibt es etwas in deinem Leben, das du aus heutiger Sicht bereust bzw. anders machen würdest?

Monroe: Nein. Was hat Reue schon für einen Sinn? Ändern kann man nichts. Jeder Fehler trug letztlich dazu bei, dass ich mich weiterentwickeln konnte. Ich bin nicht stolz auf vieles, das ich gemacht habe. Aber ich bin, wie ich bin. Damit muss ich klarkommen.

Leserfrage: Maxim, welchen Künstler (aus der Vergangenheit oder Gegenwart) würdest du gerne einmal persönlich kennenlernen?

Maxim: Nur einen? Dann Van Gogh. Irgendwie habe ich mich ihm immer nahe gefühlt. Ich hätte viele Fragen an ihn.

Leserfrage: Monroe, warum, wenn du sonst ein Draufgänger, eine Wirbelwind in Sachen Leichtigkeit und Zügellosigkeit bist, bist du nicht im Stande, Maxim offen gegenüber zutreten, erlaubst es nur, wenn du Vida bist… Ist es wirklich die Angst, ihm wehzutun oder vielmehr Angst, Nähe zuzulassen? Ist da nicht ein Widerspruch?

Monroe: Und? Ich bin ein lebender Widerspruch. Hab nie was anderes behauptet. Und nach der Geschichte, die Vida mit Ariel passiert ist, wollte ich mich nicht mehr auf Beziehungen einlassen. Ich wollte unabhängig bleiben. Und ja, ich wollte Max nicht wehtun, und das hätte ich garantiert. Ich war damals nicht gut für mich selbst, und erst recht nicht für ihn.

Leserfrage: Was habt ihr für Pläne für die Zukunft?

(Beide blicken sich kurz an)
Monroe: Erst mal wieder in der Welt ankommen. Dann sehen wir weiter.
Maxim: Dir ist schon klar, dass da einiges auf dich zukommen wird, oder? Außer mir weiß ja noch keiner, dass du am Leben bist.
Monroe: (zuckt leichthin die Achseln) Das wird schon.
Maxim: (schmunzelt) Du siehst das etwas zu locker, wenn du mich fragst. Mich hattest du ja quasi vor deinem Verschwinden vorgewarnt, auch, wenn ich das ewig nicht damit in Verbindung gebracht habe. Dafür hattest du deinen Tod viel zu gut inszeniert. Aber was wird deine Familie dazu sagen? Unsere alten Freunde? Da wirst du einiges gutmachen müssen. Und im neuen Café haben wir auch eine Menge zu tun!
Monroe: (grinst) Scheiße, das hört sich ganz nach einem Fortsetzungs-Roman an …
(Beide schauen Susann fragend an)
Maxim: Also ich wäre dabei!
Monroe: (schmunzelt und legt lässig den Arm um Maxim) Na dann …

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